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1. KUMITE Freikampf
a) KUMITE ICHI
b) KUMITE NI - (Kumite Ichi plus Wurf Techniken)
c) KUMITE SAN - (Kumite NI plus Boden Techniken)
2. KATA
a) KATA - (Waffenlos)
b) KATA - (Mit traditionelle Waffe)
KUMITE ICHI - WETTKAMPFREGELN
Ein KARATE JITSU Turnier kann Kumite- und/oder Kata-Wettkämpfe beinhalten.
Weiterhin kann der Kumite-Wettkampf in Mannschafts- und Einzelkämpfe aufgeteilt sein.
Die Einzelkämpfe können zudem nach Gewichtsklassen unterteilt werden.
Die Gewichtsklassen werden letztendlich in Kämpfe aufgeteilt.
Einzelkämpfer können auch in ALL-KATEGORIE ( ohne Gewichtsklasse) kämpfen.
Jeder Wettkämpfer trägt während des Kampfes seinen eigenen Gürtel, darüber
ein dünnes Textilband in rot o. weiß (AKA o. SHIRO).
KINDER und JUGENDLICHE bis 18 Jahre sind nach der Altersklasse aufgeteilt.
Beispiel: (U8, U10, U12 usw.)
KUMITE-Kämpfer dürfen nur barfuß oder mit Gymnastikschuhen kämpfen.
ACHTUNG: Zur Zeit des KUMITE - Wettkampfes dürfen die Wettkämpfer keine Brillen, Ohrringe,
Halsketten, Armbänder, Uhren und Ringe tragen.
HAFTUNG: Die Teilnahme erfolgt auf Eigenverantwortung.
Der Veranstalter/Organisator/Kampfrichter übernimmt keinerlei Haftung !! |

ACHTUNG: Für alle KUMITE Wettkämpfer unter 18 Jahren ist die
Wettkampffläche 6x6 m. |
Wertung
1. Es gibt folgende Wertungen:
a) SANBON 3 Punkte
b) NIHON 2 Punkte
c) IPPON 1 Punkt
2. Eine Wertung wird gegeben, wenn die Technik entsprechend der folgenden Kriterien in eine
Trefferzone ausgeführt wird:
a) gute Form
b) sportliche Einstellung – Haltung
c) kraftvolle Anwendung
d) Zanshin – Aufmerksamkeit
e) gutes Timing
f) korrekte Distanz
g) KIAI
3. SANBON wird gewertet für
a) Jodan Geri
b) Jede wertbare Technik auf einen am Boden liegenden Gegner
4. NIHON wird gewertet für
a) Chudan Geri
b) Jodan Zuki
c) Jodan Uchi
5. IPPON wird gewertet für
a) Chudan Zuki
b) Chudan Uchi
6. Die Angriffe sind auf folgende Zielregionen begrenzt:
a) Kopf
b) Hals
c) Bauch
d) Brust
e) Rücken
f) Seite
7. Eine effektive Technik, die genau in dem Moment ausgeführt wird, in dem das
Kampfende signalisiert wird, ist gültig. Eine Technik, auch wenn sie vom wert wäre,
die nach der Aufforderung den Kampf zu unterbrechen oder zu beenden (YAME),
ausgeführt wird, ist nicht vom wert und kann zu einer Bestrafung des Athleten führen.
8. Keine Technik, auch wenn sie technisch korrekt ist, wird gewertet, wenn beide Kämpfer
außerhalb der Kampffläche sind . Wenn einer der Kämpfer eine werthafte Technik ausführt,
sich dabei aber noch innerhalb der Kampffläche befindet und der Hauptkampfrichter nicht
YAME gerufen hat, wird diese Technik jedoch gewertet.
9. Wenn beide Kämpfer gleichzeitig eine werthafte Technik ausführen (Aiuchi),
erfolgt keine Wertung. |
ERKLÄRUNG von Nr. 2 :
a) Gute Form: Eine gut ausgeführte Technik soll Merkmale von möglicher Effektivität
innerhalb traditionelle Karatebegriffe zeigen.
b) Korrekte (sportliche) Haltung: Bezieht sich darauf, dass während der Ausführung der
wertbaren Technik deutlich erkennbare Konzentration besteht; ohne schlechte Absichten,
keine böswillige Haltung.
c) Kraftvolle Ausführung: bedeutet Kraft und Geschwindigkeit der Technik sowie der
spürbare Wille die Technik erfolgreich durchzuführen.
d) Zanshin: Es beschreibt den Zustand permanenter Wachsamkeit (totale Konzentration,
Beobachtung des Gegners und das Wissen um des Gegners Potential zum Gegenangriff).
Er wendet sein Gesicht nicht ab, wenn die Technik ausgeführt wird und schaut den Gegner
auch nach der Aktion noch an.
e) Gutes Timing: bedeutet, eine Technik dann auszuführen, wenn sie den größtmöglichen
Effekt verspricht.
f) Distanz: JODAN GERI = 0 bis 10 cm.
JODAN ZUKI = 0 bis 5 cm.
JODAN UCHI = 0 bis 5 cm
CHUDAN GERI = 0 bis 5 cm.
CHUDAN ZUKI = 0 bis 3 cm.
CHUDAN UCHI = 0 bis 3 cm
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Kampfzeit
1. Für Wettkämpfer unter 18 Jahren dauert der Kampf 2 min. Für Wettkämpfer über
18 Jahren dauert der Kampf 3 min.
2. Die Kampfzeit beginnt, wenn der Hauptkampfrichter (Referee) den Kampf frei gibt „HAJIME“
und endet jedes Mal, wen er „YAME" ruft.
3. Wenn der Zeitmesser durch einen Schlag mit dem Gong macht heißt das "noch 30 Sekunden ".
Das Signal durch zweimal in den Gong schlagen heißt "Zeit abgelaufen" (Ende des Kampfes).
Entscheidungskriterien
Ein Kampf ist entschieden, wenn
- ein Kämpfer bei Kampfende die höhere Punktzahl besitzt
- ein Entscheid des Kampfgerichts vorliegt (HANTEI)
- HANSOKU, SHIKKAKU oder KIKEN ausgesprochen wurde.
1. Wenn Punktegleichheit besteht, oder keine Punkte erzielt wurden, verkündet der
Hauptkampfrichter HIKIWAKE (Unentschieden) und startet – im Einzelkampf und im
Entscheidungskampf eines Mannschaftskampfes – SAI SHIAI.
2. Im Einzelwettbewerb gibt es nach einem Unentschieden einen Extrakampf (SAI SHIAI)
von einer Minute. SAI SHIAI ist ein eigener Kampf, bei dessen Ende der Gewinner ermittelt wird.
Alle Wertungen werden zu Beginn gelöscht. Sollte kein Kämpfer während des SAI SHIAI eine
Wertung erzielen oder steht es unentschieden,
wird per Kampfrichterentscheid (HANTEI) durch den Hauptkampfrichter (Referee) und die
Hilfskampfrichter (Judges) der Sieger ermittelt. Es muss eine Entscheidung für rot oder
weis getroffen werden, die Entscheidung wird auf Grund folgender Kriterien gefällt:
a) Haltung, Kampfgeist und Kraft, die die Kämpfer gezeigt haben
b) die technische und taktische Überlegenheit
c) die Mehrzahl der Initiativen, die ein Kämpfer ergriffen hat. |
Verbotenes Verhalten
1. Techniken mit massivem Kontakt ohne Rücksicht auf die angegriffene
Zielregion und Techniken mit Kontakt zur Kehle.
2. Wiederholte Stöße von Gelenken in Armen und Beinen.
3. Wiederholte Stöße mit offenen Fingern (NUKITE) im Auge.
4. Verbotene Wurftechniken.
Wiederholtes Verlassen der Kampffläche (JOGAI )
Beispiel:
AKA JOGAI (1. Mal) CHUKOKU-Verwarnung ::::::::::::: SHIRO = (0 Punkte)
AKA JOGAI (2. Mal) KEIKOKU ::::::::::::::: SHIRO IPPON (1 Punkt)
AKA JOGAI (3. Mal) HANSOKU CHUI :::::::::::: SHIRO NIHON (2 Punkte)
AKA JOGAI (4. Mal) HANSOKU (Disqualifikation)::::::::SHIRO NO KACHI (Gewonnen) |
STRAFEN
CHUKOKU: wird bei geringen begleitenden Vergehen oder bei der ersten geringeren
Regelverletzung ausgesprochen.
KEIKOKU: Bei dieser Strafe wird dem Gegner IPPON (ein Punkt) zugesprochen.
KEIKOKU wird für geringere Regelverstöße erteilt, nachdem bereits eine Warnung
im selben Kampf ausgesprochen worden ist, oder auch für Regelverletzungen, die
nicht ernsthaft genug sind, um mit HANSOKU-CHUI bestraft zu werden.
HANSOKU-CHUI: Bei dieser Strafe erhält der Gegner NIHON (zwei Punkte).
HANSOKU-CHUI wird gewöhnlich für Regelverstöße ausgesprochen, nachdem bereits
KEIKOKU im selben Kampf ausgesprochen worden ist. HANSOKU-CHUI kann auch
direkt für schwere Regelverstöße gegeben werden, die nicht HANSOKU verdienen.
HANSOKU: Diese Strafe erfolgt aufgrund ernsthafter Verstöße, oder nachdem bereits
ein HANSOKU-CHUI vergeben worden ist. Bei HANSOKU wird der Wettkämpfer
disqualifiziert. Bei einem Mannschaftskampf gewinnt der verletzte Kämpfer den Kampf
mit 10:0.
SHIKKAKU: Hier wird eine Disqualifikation vom gesamten Turnier, Meisterschaft
oder Wettkampf ausgesprochen. Um die Grenzen des SHIKKAKU zu bestimmen,
muss das Kampfgericht befragt werden. SHIKKAKU kann erteilt werden, wenn sich
ein Wettkämpfer böswillig verhält oder ein Benehmen zeigt, welches dem Prestige
und der Ehre des Karate Jitsu schadet, oder wenn andere Handlungen stattfinden,
die die Regeln und den Geist des Wettkampfes verletzen. Bei einem Mannschaftskampf
verliert der bestrafte Kämpfer den Kampf mit 0:10. |
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KATA WETTKAMPF
Im Katawettkampf gibt es Mannschafts- und Einzeldisziplinen.
Die Mannschaftswettbewerbe bestehen aus Teams mit je 3 Personen.
Die Wettkämpfer des Wettbewerbs dürfen nur Barfuß oder mit sauberen Turnschuhen
mit weißer Sohle.
ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN
Die Kata muss mit Kompetenz ausgeführt werden und ein klares Verständnis der
traditionellen Prinzipien zeigen, welche in ihr enthalten sind. Bei der Bewertung der
Ausführung durch einen Wettkämpfer oder eine Mannschaft haben die Kampfrichter
auf folgendes zu achten:
a) eine realistische Demonstration der Bedeutung der Kata
b) Verständnis für die verwendeten Techniken (BUNKAI)
c) gutes Timing, Rhythmus, Geschwindigkeit, Gleichgewicht und Krafteinsatz (KIME)
d) korrekte, angemessene Atmung als Hilfe zum KIME und KIAI
e) richtige Zentrierung der Aufmerksamkeit (CHAKUGAN) und der Konzentration
f) korrekte Stellungen (DACHI), mit richtiger Spannung in den Beinen und den
Fußsohlen flach auf dem Boden
g) angemessene Spannung im Unterbauch (HARA) und keine Aufwärts- und
Abwärtsbewegung der Hüfte in der Bewegung
h) korrekte Form (KIHON)
i) Die Durchführung sollte auch mit Blick auf weitere Kriterien wie z. B.
die Schwierigkeit der präsentierten Kata bewertet werden.
j) Im Mannschaftswettbewerb ist ein weiterer Wertungsfaktor die
Synchronität ohne Hilfe (Kommandos, Zeichen)
Auf der Grundlage der oben genannten Kriterien bewerten die Kampfrichter die Arbeit des
Wettkämpfers mit den grundlegenden Noten (niedrigste1 bis maximal 5)
Jede dieser grundlegenden Notenenthält weitere 10 Punkte.
Bsp.: (1,1 - 1,9);(2,1 - 2,9);(3,1 - 3.9);(4,1 - 4,9 - 5,0)
Es gibt 3 oder 5 Kampfrichter.
Bei 3 Kampfrichtern werden alle drei Bewertungen zusammengezählt.
Bei 5 Kampfrichtern werden alle Bewertungen außer die beste und die schlechteste zusammengezählt.
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